Sonntag, 30. August 2015

christoph koch: "ich bin dann mal offline"

Das Buch fiel mir in die Hände, als wir für drei Tage in die Berge fuhren. Genau richtig zum Abschalten, dachte ich.
Und tatsächlich, ich las mich dann auch gleich "richtig fest".

Zum einen bewunderte ich den Mut des Autors, sich aus dem virtuellen Leben so ziemlich abzumelden - zumal er als Journalist ja tagtäglich das Internet und die Onlinemedien nutzt und konsumiert - und zum anderen fand ich mich selber an vielen Stellen wieder, was mir Buch und Autor zusätzlich sympatisch machten.

Durch die Kapiteleinteilungen (mit vorgängigen Inhaltsinfos) und dem logischen Zeitablauf über die 40 Test-Tage las sich das Werk auch gut und strukturiert.
Dazu kam noch der hintergründige Humor des Schreibers, der mich öfters laut lachen liess. Einfach treffend, wie seine Erfahrungen mit denen von mir als Leser (und Internetnutzer) in vielem übereinstimmt.

Montag, 23. März 2015

Leo Bigger: Geist Gottes

Geist Gottes-BiggerWenn ein Mann, der nicht nur eine Kirche (ICF) gegründet hat, sondern auch eine ganze Bewegung anführt, ein Buch über den Heiligen Geist schreibt - dann ist man gespannt, welcher Geistes-Richtung er sich anschließt, deren es ja so viele im breiten christlichen Spektrum gibt.
Leo Bigger schafft es - mit seinem Ghostwriter Nicu Bachmann - ein ausgeglichenes Buch zum Thema, nein zur Person des Heiligen Geistes zu erarbeiten. Er benutzt als Erklärungsmotiv die sprichwörtliche biblische Taube.
Obwohl es im Inhaltsverzeichnis um acht Eigenschaften des Heiligen Geistes geht, habe ich den Eindruck, dass sich Bigger dann doch an zwei Seilen durchs Thema bewegt: Einmal schreibt er über die neun Gaben des Geistes (1. Kor. 12) und zum anderen über die neun Früchte des Geistes (Gal. 5), die dieser in jedem Gläubigen hervorbringen möchte.

Sonntag, 15. März 2015

"Bedingungslos geliebt"

So ein Buchtitel macht neugierig: Gibt es sie - die bedingungslose Liebe?
Der Untertitel (Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater) machte dann auch klar, dass es um die altbekannte biblische Erzählung geht, die allgemein die Geschichte "vom verlorenen Sohn" genannt wird.

Und dazu sollte noch ein neues Buch auf den Markt kommen und auch lesbar sein? Mit dieser Erwartung begann ich das neue Werk von Timothy Keller  zu lesen.

Und hatte - ehrlich gesagt - etwas Mühe, in seinen Schreibstil hineinzukommen. Aber das lag wohl an meinen Vorstellungen des Themas. Und wie anders der Autor da heran ging...

Nur gut, dass ich dann am Lesen dran geblieben bin - denn die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Söhnen und wie der Vater im Gleichnis mit ihnen umgegangen ist, das wurde immer spannender (obwohl ich wohl schon gefühlt `zig Predigten zu diesem Thema gehört habe). Noch spannender wurde es, wenn der US-amerikanische Pastor dieses Gleichnis auf das Verhältnis von Gott, dem Vater zu einzelnen Menschen anwandte.

Irgendwie gehören wir wohl alle zu einer Sorte der Menschen, die kein wirklich gutes Verhältnis zu Gott festhalten konnten: Entweder zeigt sich das in offener Abkehr von ihm und einem selbstbestimmten Lebensweg - oder wir meinen durch eigene Anstrengungen und Einhaltung von religiösen Regeln das Wohlgefallen Gottes zu erarbeiten.

Dabei geht es Gott immer um Freiwilligkeit. Um Gnade. Um in die Tiefe gehenden Frieden und Absättigung unserer menschlichen Bedürfnisse.

Der Autor schafft es, die wirklichen Absichten des himmlischen Vaters aufzuzeigen und Wege aufzuzeigen, wie wir - nicht nur theoretisch - weit näher an ihn herankommen können, als wir bisher geglaubt haben.
So ging es mir jedenfalls beim Lesen. Die Themen, dass die Menschheit auf der Suche nach einem wirklichen Zuhause ist und dass das Festmahl des Vaters mit Liebe vorbereitet ist, die werde ich sicher noch einmal lesen.

Alles in allem ein echt zu empfehlendes Buch, was meine Sichtweise über Gottes Vaterliebe noch einmal vertieft hat.

Donnerstag, 11. September 2014

Gott? Gefällt mir! – GEBETE 2.0

Nun halte ich das kleine Buch in den Händen.

Es beinhaltet eine innovative Gebetssammlung mit einer spannenden Entstehungsgeschichte:
Die Facebook-Seite “Ein Gebet” hatte ihre 12.000 Fans eingeladen, ein gemeinsames Gebetsbuch zu entwickeln.
Alle Interessierten konnten die Themen der Buchkapitel, die Formulierungen der Titel, Innen- und Außengestaltung mit bestimmen und eigene Texte bereitstellen.
Als Ergebnis liegt ein modern farbig gestaltetes Gebetbuch mit persönlichen Texten zu solchen Themen wie “Alltag”, “Danke”, “Frieden”, “Hoffnung”, “Lebensweg” und “Vertrauen”.

Darin schreiben ganz verschiedene Menschen über ihren Glauben, ihre erwartete Hilfen von “oben”, aber auch über offene Fragen.

Freitag, 1. August 2014

Das Übernatürliche auf die Welt bringen

Wir kauften dieses Buch vor einigen Wochen in Tübingen, auf einem Kongress, auf dem auch die Autorin als Referentin eingeladen war. Heidi Baker - zusammen mit ihrem Mann Rolland.

Da wir bereits ihre zwei bisherigen Bücher mit Spannung und Freude gelesen haben, waren wir interessiert, welche Themen sie diesmal beschreibt.

Auch in diesem Buch lädt sie den Leser ein, ihr Leben und ihre (übernatürlichen) Erfahrungen mit Gott, besonders in  "ihrer" Nation Mosambik zu teilen. Sie schildert Erlebnisse und Herausforderungen aus ihrem Alltag, sich um Tausende von Waisenkindern zu kümmern und immer wieder Hilfsaktionen für das Land zu starten, welches viel Schlimmes durchmacht. Aber gerade in den Tiefen menschlichen Leids greift Gott immer wieder übernatürlich ein. Solche "Geschichten" sind schon oft heftig zu lesen, zeigen aber, dass Gott immer noch präsent und allmächtig ist.

Freitag, 2. Mai 2014

Wer nicht an Wunder glaubt...

...ist kein Realist.

Mir gefällt dieser kernige Ausspruch, der David Ben-Gurion zugeschrieben wird, dem ersten Premierminister des neu gegründeten Staates Israel.

Unter diesem Titel hat Thomas Penzel als Herausgeber ein Buch kreiert, welches 30 verschiedene Berichte über Krankenheilungen beinhaltet. Nein, nicht im vorigen Jahrhundert. Nein - auch keine Storys aus Amerika, weit weg von unserem Alltag. Sondern erst vor kurzem passiert, ganz in der Nachbarschaft.

Wunder im Alltag

Wunder kennen wir Christen aus der Bibel. In alten Zeiten. Etwa bei Mose, wie sich das Rote Meer teilt. Oder bei Josua, bei denen damals die dicken Mauern der Stadt Jericho einfielen. Weil Gott übernatürlich eingriff.

Donnerstag, 17. April 2014

Der uralte Gebetskämpfer

Wir bekamen dieses Buch kürzlich von Freunden geschenkt. Vorab: Es ist relativ schnell durchgelesen (knapp 100 Seiten).

Und zeigt eine geistliche Welt auf, die im Allgemeinen nicht im Focus unseres Christenlebens steht. 
Bernhard Koch als Herausgeber greift die Erzählung von Sadhu Sundar Singh, einer der einflussreichsten indischen Christen des 20. Jahrhunderts über eine faszinierende Gestalt - den Maharischi vom Kailas - der als Einsiedler in den Bergen und Höhlen des Himalaja lebt.

Singh erzählt, wie er diesen uralten Mann fast zufällig im Gebirge findet. Es entsteht eine längere Unterhaltung, in der der Maharischi (=grosser indischer Weiser) aus seinem sehr, sehr langen Leben erzählt. Wie er in einer moslemischen Familie in Ägypten aufwuchs, später immer auf der Suche nach dem Frieden für seine Seele war und durch einen christlichen Missionar sein Seelenheil in Jesus fand.

Samstag, 25. Mai 2013

Löwenherz

Leo Bigger – Senior Pastor von ICF Zürich und von ICF Movement mit 37 Locations in sieben Ländern – hat wieder ein neues Buch geschrieben. Und Nicu Bachmann war ihm als Ghostwriter behilflich.

Es ist ein “buntes” Buch. Grossformatiger als gewöhnlich. Durch viele Fotos, Grafiken, Zeichnungen, Einschübe aufgelockert. Und es macht Spass, die einzelnen Botschaften auf den Seiten zu entdecken.

Zum Inhalt: Leo Bigger arbeitet die Parallelen zwischen den Eigenschaften von Löwen und Christen heraus. Er schreibt über Jesus, der in der Bibel ebenfalls als Löwe bezeichnet wird. Und so entwickelt der Schweizer Pastor, Ehemann und Vater viele anregende, inspirierende Gedanken und Themen, um mit dem Leser in verschiedenen Lebensbereichen weiter zu kommen.

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Samstag, 11. Mai 2013

Ich mache dir eine Tür auf

Kürzlich sah ich es bei einer Konferenz auf einem Büchertisch von Gloryworld-Medien, das neue Buch von Heidi Gneiting “Ich mache dir eine Tür auf”.

Ein runder Button auf dem Titelbild machte mich dann neugierig: Dort hiess es: “Mein Jahr in der Bethel Church in Redding (Kalifornien)”. Heidi Gneiting hatte zusammen mit ihrem Mann die Möglichkeit, zehn Monate von Deutschland in die USA zu gehen, um die BSSM (“Bethel School of Supernatural Ministry”) in diesem Zeitraum zu absolvieren.

Und genau darüber, wie sie als Deutsche im amerikanischen Kulturkreis eine neue Art, christlichen Glauben zu leben und zu erleben lernt – darüber schreibt sie dieses interessante, spannende und herausfordernde Buch.

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Freitag, 3. Mai 2013

Vatersehnsucht

Es ist ein kleines, handliches Buch. Und liest sich gut. Ich hatte es in kurzer Zeit durchgelesen.

Michael Stahl, selbst Vater zweier Kinder, schreibt über ein sehr aktuelles Thema. Aus persönlichem Erleben weiß er, wie man sich fühlt, wenn der eigene Vater sein Kind bewußt verletzt, ablehnt oder Schmerzen zufügt.

Diese schlimmen Erfahrungen gingen Jahre mit ihm mit, bis es zu einer Aussprache und zu einem ganz neuen Verhältnis der Generationen kam. In den Zeiten des Nicht-Verstehens, der Schmerzen und der Ohnmacht hätte er sich nicht vorstellen können, dass sein Vater und er einmal richtige Freunde werden würden.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Winter im Sommer – Frühling im Herbst

Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich das Buch eines Theologen schwieriger liest. Aber nach kurzer Zeit hat mich der Erzählerstil, die pointierte Schreibweise und die speziellen Themen dermassen gepackt, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste…

Die genauen Kindsheitserinnerungen erstaunen, lassen sich aber wohl erklären durch Familie und Zeitgenossen, wie er auf Seite 346 bei “Dank” erwähnt. Das macht das Lesen interessant und gibt Einblicke in seine mecklenburgische Herkunft, über seine ganzen Wurzeln.

Wenn vom Vater und dessen Verschleppung in einen sowjetischen Gulag die Rede ist, versteht man auch mehr und mehr die kritische Haltung der ganzen Familie zur sozialialistischen DDR. Und ihre Konsequenz, solange der Mann und Vater nicht aus der Gefangenschaft zurück ist, diesem Staat nicht blind zu folgen. Das hatte natürlich Konsequenzen.

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Montag, 25. März 2013

Der Junge, der aus dem Himmel zurückkehrte

Wenn man ein Buch mit so einem Titel kauft, muss man auf Einiges gefasst sein. Und das bekommt man dann auch…

Nach einem tragischen Unfall, bei dem der Vater von Alex weitgehendst bewahrt bleibt, muss die ganze Familie (das jüngste von vier Kindern war gerade zwei Tage alt), schwere Monate durchleben, denn Ales ist schwer verletzt und liegt im Koma.

Der Vater, der aus seiner Sicht die Geschehnisse schildert, muss sich mit Selbstvorwürfen herumschlagen. Zwar hilft ihm sein christlicher Glaube und die unwahrscheinliche Hilfsbereitschaft seiner Kirche, aber mit der Schuldfrage muss er alleine fertig werden.

Sehr detailliert wird die grosse Belastung, die die ganze Familie erfasst, geschildert. Wie geht man mit diesem Dauerstress um? Auch dann, wenn die Ehe bröckelt, weil die Kraft einfach fehlt, den Partner durchzutragen? Diese Emotionen werden sehr ehrlich aufgezeigt.

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